Fährtenhund

 

In der Fährtenarbeit lernt der Hund, dass er nach so genannten Bodenverletzungen suchen soll. Personengerüche (wie z.B. beim Mantrailen) sind dabei eigentlich nicht von Belang.


Ein Fährtenleger legt dem Hund, je nach Prüfungsstufe eine Fährte, die sich von der Länge, Anzahl der Winkel und der Gegenstände her unterscheidet. Eine Verleitfährte wird von einem anderen Fährtenleger eine bestimmte Zeit nach dem Legen der Hauptfährte gelegt. Der Hund kann diese Verleitspur kurz abchecken, sollte sich aber nicht mehr wie eine Leinenlänge damit beschäftigen.

Die Fährtenarbeit kann ein Teil der IPO/VPG-Prüfung sein, oder auch extra als FH-Prüfung absolviert werden. Die Fährtenprüfung im Bereich der IPO-Ausbildung werde ich dann zu gegebener Zeit vorstellen, so dass wir uns heute mit der reinen Fährtenhund-Prüfung beschäftigen.

Die Hunde sollen auf der Fährte ruhig und konzentriert arbeiten. Gefährtet wird an einer 10m Leine oder frei. Bei einem Gegenstand muss der Hund diesen verweisen.

FH 1
Besteht aus einer Fremdfährte mit ungefähr 1200 Schritten, 7 Schenkeln, 6 Winkeln, 4 Fährtengegenständen und ist ca. 180 Minuten alt. Als Schwierigkeitsstufe gibt es noch eine Verleitungsfährte, die Ausarbeitungszeit beträgt 45min.
Im Gesamten gibt es dafür 100 Punkte. 79 für das Halten der Fährte und für das Verweisen der Gegenstände 21 Punkte.
70 Punkte sind nötig um das Ausbildungskennzeichen FH 1 zu erhalten.

FH 2
Besteht aus einer Fremdfährte von ca. 1800 Schritten, 8 Schenkeln, 7 Winkeln, 7 Gegenstände und ist etwa 180 Minuten alt, Verleitfährte.
Im Gesamten gibt es dafür 100 Punkte. 79 für das Halten der Fährte und für das Verweisen der Gegenstände 21 Punkte.
70 Punkte sind nötig um das Ausbildungskennzeichen FH 2 zu erhalten.

Quelle:
FCI-Prüfungsordnung